Streifzüge am Stadtrand

Stadtränder bilden spannende „Diffusionszonen“ zwischen urbanem Raum und Naturraum und weisen eine ganz eigene Struktur auf. Auch als Orte für Naherholung und kulturelle Aktivitäten spielen sie eine wichtige Rolle, insbesondere in Zeiten der Pandemie. Im Rahmen des Projekts „Streifzüge am Stadtrand“ werden fünf ausgewählte Stadtrandareale Osnabrücks mittels einer bebilderten Publikation sowie eines Videofilms portraitiert. Der Fokus richtet sich dabei unter anderem auf kultur- und sozialräumlichen Besonderheiten, die Historie und Prägung dieser Gebiete, sowie ihre Stellung im städtischen Raum Osnabrücks. Zwar werden die verschiedenen Stadtrandareale von in unmittelbarer Nähe wohnenden Bürgern häufig genutzt, sind gesamtstädtisch gesehen aber oftmals eher wenig bekannt. Dabei verfügt insbesondere Osnabrück über äußerst vielseitige und attraktive Stadtränder. Interessierte sollen durch das Projekt dazu angeregt werden, sich die vorgestellten Areale in ihrer Vielfalt zu erschließen.

Neben der inhaltlich-informativen Ebene wird durch literarische Kurztexte und Lyrik auch die künstlerische Dimension in die Publikation integriert, wodurch zu Reflexion angeregt werden soll. Langsame und ansprechende Einstellungen und Kamerafahrten werden zudem im Video-Kurzfilm der ästhetisch-künstlerischen Dimension Raum geben.

Christoph Beyer (geboren 1976 in Rheine) lebt seit über 20 Jahren in Osnabrück und ist als freiberuflicher Journalist und Autor, unter anderem von Kulturreiseführern (etwa „Lieblingsplätze Osnabrücker Land“, Gmeiner Verlag, 2015) tätig. Der promovierte Politikwissenschaftler und ehemalige Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung hat die Stadt und ihr Umfeld bereits zur Zeit seines Studiums umfassend erkundet und die Ergebnisse seither in verschiedenster Form künstlerisch verarbeitet.