Drei Fragen an Ralf Siebenand vom Musiktheater Lupe

Was bedeutet der Kulturmarathon für Sie?
Für uns als Kulturschaffende ist der Kulturmarathon ein Investitionsprogramm in die Kultur – ich finde eine tolle Initiative der Stadt Osnabrück.
Er gibt uns die Möglichkeit, eigenen Projekte zu bearbeiten und zu verwirklichen und damit unseren Unterhalt zu sichern, auf der anderen Seite das Potential, dass daraus ein großes kulturelles Angebot erwächst und die Kulturszene gestärkt wird.
Und: der Kulturmarathon signalisiert uns Kulturschaffenden die Wertschätzung der Stadt Osnabrück und der kooperierenden Stiftungen und den Glauben an die Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft!

Wie haben Sie die Corona-Phase bezüglich der Kultur bislang erlebt?
Für uns als Theater hat die Corona Phase zu dramatischen Einbrüchen an Gastspielen geführt, so finden außer zarten Versuchen, trotzdem Kultur zu veranstalten, nur wenige Veranstaltungen statt – zudem sind die Zuschauer offensichtlich noch sehr zurückhaltend, diese Angebote wahrzunehmen. Wir hoffen, dass die Zurückhaltung nicht zur neuen Normalität in der Rezeption von Kultur wird und die Menschen wieder zu den geliebten Formen des kulturellen Lebens zurückkehren können.

Was wünschen Sie sich in der Zukunft für die Kulturlandschaft in Osnabrück?
Wir wünschen uns mehr Förderung der “kleinen”, kleinteiligen Kulturlandschaft im Sinne des Kulturmarathons. Ich glaube, dass diese Art von Kulturförderung sehr großes Potential hat, die Kultur in Osnabrück auf sehr, sehr viele Füße zu stellen und mit einer Großzahl von Ideen und Konzepten zu bereichern.

FOTO: MARTIN ROBBEN