Sonderfonds des Bundes

Wie viele Besucher:innen dürfen in eine Veranstaltung kommen? Kann das Event überhaupt stattfinden? Die Unsicherheit bei der Planung in Pandemiezeiten ist groß.

Um Konzerte, Theater, Kinovorführungen und andere Live-Veranstaltungen abzusichern, hat das Bundeskabinett einem Sonderfonds in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zugestimmt.  Er besteht aus einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere und einer Ausfallabsicherung für größere Veranstaltungen.

Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen

Die Wirtschaftlichkeitshilfe gilt für Veranstaltungen, die im Juli 2021 für bis zu 500 und ab August für bis zu 2.000 Besucher:innen geplant sind. Sie gleicht Verluste von bis zu 100.000 Euro pro Veranstaltung aus. Muss die Zahl der Teilnehmenden coronabedingt um mindestens 20 Prozent gesenkt werden, können im Juli bis zu 500 Tickets und im August bis zu 1000 Tickets bezuschusst werden. Für jede verkaufte Eintrittskarte erhalten die Veranstalter:innen den gleichen Preis als Zuschuss. Bei besonders strengen Hygieneauflagen und einer Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden auf unter 25 Prozent der Maximalauslastung kann der Zuschuss bis zur Höhe der doppelten Ticketeinnahmen ansteigen.

Ausfallabsicherung für Veranstaltungen ab 2.000 Besucher:innen

Die Ausfallabsicherung für größere Veranstaltungen wirkt wie eine Versicherung, die Ausfall- und Verschiebungskosten übernimmt. Maximal können pro Event bis zu 8 Millionen Euro beantragt werden. Die Absicherung gilt für ab September geplante Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucher:innen.

Auch für kleinere Veranstaltungen ist eine Ausfallabsicherung geplant. In diesem Fall werden bis zu 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten übernommen.

Die Anträge müssen bei der Landeskulturbehörde oder einer beauftragten Stelle gestellt werden. Die Veranstaltungen müssen zudem auf einer geplanten IT-Plattform registriert sein.

Infos zum Sonderfonds:
https://www.bundesfinanzministerium.de

(Foto: Pixabay/Igor Ovsyannykov)